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08.02.2018: „Das neue Gehalt heißt Zeit“

Vor dem Hintergrund der aktuellen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie ist das Thema Arbeitszeit im noch jungen Jahr 2018 aktueller denn je. Fast alle Interessensgruppen befürworten dabei eine flexiblere Zeiteinteilung – Arbeitgeber, die Politik, die Gewerkschaften und vor allem die Beschäftigten. Folglich wird „die neue Währung Zeit“ in den nächsten Jahrzehnten bei der Ausgestaltung von Beschäftigungsverhältnisses eine zentrale Rolle spielen. Mit dem Titel „‘Zeitwerte schaffen‘ – Wertguthaben im Zentrum neuer Arbeitszeitmodelle“ veranstaltet das CAMPUS INSTITUT am 14. März ein ganztägiges Präsenz-Seminar in Frankfurt am Main. Referent ist der Rechtsanwalt und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Zeitwertkonten Dr. Thomas Haßlöcher. 

Flexibilisierung der Arbeitswelt
Von Gewerkschaften über Politik bis hin zur Belegschaft – bezahlte Zeit für die persönlichen Lebensumstände wird die Arbeit in Zukunft prägen. „Beide Tarifparteien, IG Metall und Arbeitgeber, müssen sich zusammenraufen, um einvernehmlich eine größere Flexibilisierung der Arbeitszeiten hinzubekommen“, kommentiert Dr. Thomas Haßlöcher die aktuellen Tarifverhandlungen. Auch und gerade für mittelständische Unternehmen gewinnen Wertguthabenvereinbarungen an Bedeutung: „Um Fachkräfte an ihre Firma zu binden, sollten Arbeitgeber allen, die Teilzeitangebote nutzen, so früh wie möglich eine Rückkehr zu einer längeren Arbeitszeit zusichern“, so Dr. Haßlöcher. 

Ohne Risiken ein eigenes Modell entwickeln
Wie können Unternehmen schon jetzt von modernen Zeitwertsystemen profitieren? Und wie können dabei unnötige Risiken vermieden werden? Auf diese Fragen wird der Referent am 14. März in Frankfurt Antworten geben. Dabei wird er aufzeigen, welche Möglichkeiten und Grenzen bereits heute existieren und wie sich führende Unternehmen im Bereich der modernen Zeit- und Vergütungspolitik positioniert haben. „Man muss nicht auf eine tarifvertraglich organisierte 28-Stunden-Woche warten, um flexible Arbeitszeitmodelle nach den Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens zu nutzen“, weiß Dr. Haßlöcher: Ob gleitend ohne Abschläge in den Ruhestand (echte „Flexrente“) oder einfach eine bezahlte Zeit für Pflege, Weiterbildung oder als Sabbatical („Flexzeit“) – nach diesem Seminar können Berater auf einfache Weise für Unternehmen passende Modelle für eine bessere Arbeitszeit und Vorsorge etablieren.

Wertguthabenvereinbarungen für die Praxis
In seinem eintägigen Seminar analysiert der Referent ausführlich die Elemente der Wertguthabenvereinbarung, den personalpolitischen und gesellschaftspolitischen Zweck sowie die Auswirkungen auf Löhne und Bilanzen. Darüber hinaus werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Wertguthaben in der bAV behandelt und die Teilnehmer bekommen einen kompakten Einblick in die aktuelle Rechtsprechung. Neben hilfreichen Tipps, wie eine einfache Administrierung und Sicherung von Zeitwertkonten umgesetzt werden kann beschäftigt sich der Zeitwertkonten-Experte auch mit der Frage, ob und wie mit „Zeitbanking“ ein neues System zum Aufbau von Vorsorgevermögen entwickelt werden kann. 

Das Intensivseminar findet am 14. März 2018 ganztägig im Tetragon am Hauptbahnhof in Frankfurt statt. Details und Anmeldung unter: campus-institut.de/seminare/praesenzseminare/zeitwerte-schaffen/

Als akkreditierter Bildungsdienstleister vergibt das CAMPUS INSTITUT für die Teilnahme 7 Weiterbildungspunkte im Rahmen der Initiative „gut beraten“.

Foto: Dr. Thomas Haßlöcher, Rechtsanwalt und Vorstand Arbeitsgemeinschaft Zeitwertkonten

Das Foto können Sie downloaden und kostenfrei nutzen:
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